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Die Cohortes Urbanae (lateinisch: städtische Kohorten) heute Polizia Municipale (auch Polizia Locale oder Polizia Comunale) waren eine Einheit der römischen Armee, die während der Kaiserzeit in Rom und einigen weiteren Städten stationiert war. Im Gegensatz zu den Prätorianern unterstanden die Cohortes Urbanae nicht dem Prätorianerpräfekten, sondern dem Praefectus Urbi, dem Stadtpräfekten. Sie waren allerdings seit Tiberius bis zur Zeit Aurelians gemeinsam mit den Präorianern in deren Lager (Castra praetoria) am Rande der Stadt untergebracht. Die Cohortes Urbanae waren eine der drei Einheiten der in Rom stationierten Truppe die für die Sicherheit der Befölkerung eingesetzt waren. Es gab noch die Prätorianer und die Vigiles.

Es gab bis zur Zeitenwende keine Polizei in der Stadt Rom. Für die persönliche Sicherheit musste jeder selbst sorgen. Die Kriminalität war  sehr hoch. Schutzgelderpressungen, Entführungen waren an der Tagesordnung. Die Stadt war besonders in der Nacht unsicher, weil es keine Straßenbeleuchtung gab.
Wer trotzdem zu dieser Zeit unterwegs  war, ging, wenn er es sich leisten konnte, mit Leibwächtern durch die Straßen. Mitgeführte Kerzen und Laternen sorgten für eine leidliche  Beleuchtung.

Zahlreiche RÃäberbanden terrorisierten zusätzlich die Stadtviertel. Besonders  gefährlich lebten die Bewohner der umliegenden kleinen Ortschaften, die oft Opfer von überfallen großer Banden wurden.

Das Bandenunwesen  bedrohte sogar ganze Regionen, in denen sich mafiaähnliche Strukturen bildeten. Die Strafen für diese Kriminellen waren drakonisch. Die  Verurteilten endeten am Kreuz, in der Arena oder auf dem Scheiterhaufen.

Es gab zwar eine Polizei in der Stadt, die wurde aber nur zur  überwachung der Märkte und Bäder eingesetzt, in der sie die Einhaltung  der betreffenden Gesetze überwachte.
Eine weitere ihrer Aufgaben war die  Bekämpfung des Glücksspiels in der Stadt, dass offiziell nur an bestimmten Feiertagen erlaubt war.

Zur Bekämpfung des Verbrechens gründete Kaiser Augustus neben den vigiles  die Stadtkohorten (cohortes urbanae). Aus rechtlichen Gründen waren die  Angehörigen dieser Truppen keine Soldaten, wie die Prätorianer.
Trotzdem wurden die Kohorten wie eine Militäreinheit organisiert (27 v. Chr.)
Neben der Verbrechensbekämpfung sorgte diese erste Polizei der Geschichte auch für die Niederschlagung von Unruhen.

Beide Truppen, die vigiles und die cohortes, arbeiteten eng zusammen.

Diese Reformen des Augustus sorgten schließlich für eine Verringerung der Kriminalität in der Stadt.

Literatur:

Wilfried Greiner:
Rom : Ruinen erzählen ; alltägliches Leben im alten Rom
Wien: Bählau 199
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